Freitags-Perspektive
- Rolf Schwab
- vor 8 Minuten
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Manchmal braucht es keinen neuen Job, damit berufliche Entwicklung notwendig wird.
In einem Coaching in dieser Woche ging es genau um diese Situation. Die Person ist weiterhin in derselben Funktion tätig, doch durch organisatorische Veränderungen hat sich der Job deutlich verändert. Neue Herausforderungen sind hinzugekommen. Erwartungen haben sich verschoben und auch die Zusammenarbeit mit neuen Stakeholdern wird künftig wichtiger.
Im Gespräch haben wir deshalb zwei Ebenen betrachtet. Zum einen die persönliche Entwicklung: Was braucht es, um den veränderten Anforderungen bereits heute gerecht zu werden?
Die Entscheidung war klar. Die neuen Herausforderungen werden angenommen und gleichzeitig bewusst begleitet – durch eine passende Weiterbildung und durch den Austausch im eigenen Netzwerk.
Für mich zeigt sich darin ein wichtiger Punkt: Entwicklung bedeutet nicht immer, sich auf den nächsten Karriereschritt vorzubereiten. Manchmal geht es darum, mit einer Aufgabe mitzuwachsen, die sich selbst verändert hat.
Fragen Sie sich einmal:
Betrachten Sie neue Anforderungen vor allem als Lücke, die geschlossen werden muss? Oder auch als Chance, Fähigkeiten zu entwickeln, die bisher gar nicht gefragt waren?
Die zweite Ebene betrifft das Umfeld.
Wenn sich eine Rolle verändert, verändert sich oft auch die Zusammenarbeit im Team und in der Organisation. Vielleicht braucht es mehr Sichtbarkeit gegenüber neuen Stakeholdern. Vielleicht verschiebt sich Verantwortung. Vielleicht werden Fähigkeiten wichtig, die im Team bisher kaum genutzt wurden.
Genau hier wird aus persönlicher Entwicklung eine unternehmerische Frage.
Denn es reicht nicht immer, nur die Person in der veränderten Rolle weiterzuentwickeln. Auch das Umfeld muss sich mitentwickeln, damit neue Verantwortung tatsächlich wirksam werden kann.
Richten Sie deshalb den Blick auch auf Ihr Team:
Wenn sich heute eine wichtige Rolle verändert, entwickeln Sie dann nur die betreffende Person weiter? Oder prüfen Sie gleichzeitig, welche Potenziale und Verantwortlichkeiten im Team ebenfalls neu betrachtet werden sollten?
Vielleicht lohnt sich bei organisatorischen Veränderungen deshalb nicht nur die Frage:
Was muss diese Person künftig können?
Sondern auch:
Was muss sich im Team entwickeln, damit die neue Verantwortung getragen werden kann?
Genau dabei unterstützt der Team-Potenzial-Kompass (in den Komentaren). Er macht vorhandene Stärken, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten im Team sichtbar und schafft eine gute Grundlage für die nächsten Gespräche.




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